Seit 1984 wurde bei Carl Zeiss mit Rank Xerox Computern gearbeitet zur Erstellung von Produktbeschreibungen und Bedienungsanleitungen. Für diese Tätigkeit hatte dieses System eine hervorragende Software, die ich ab ca. 1985 versuchte, zum Entwurf von Prospekten, Datenblättern und anderen Druckerzeugnissen einzusetzen. Falls du Dir das heute nicht mehr vorstellen kannst: Der Computer hatte ein riesiges und lautes 8”-Floppy-Laufwerk. Der Monitor hatte bereits 19 Zoll Diagonale und war "hochauflösend" (SW). Der Laserdrucker – wir hatten nur einen! – war ebenfalls schwarz-weiß und laut. Das Ganze verschlang je Arbeitsplatz ca. 1200 Watt, hinzu der Laserdrucker mit ebenfalls 1200 Watt – man konnte es im Sommer fast nicht aushalten, und im Winter war eine Heizung überflüssig! Wir entwarfen also Dokumente, druckten sie aus und übergaben diese zusammen mit Fotos, Diapositiven und grafischen Zeichnungen unserer zentralen Werbeabteilung. Irgendwann kamen die manuell umgesetzten Andrucke zur Korrektur diese musste buchstabengenau erfolgen. Waren Fehler vorhanden, ging das Ganze zurück, die Korrektur wurde durchgeführt, wiederum buchstabengenaue Korrekturlesung ... Einfacher ging es für Schwarzweiß-Druckschriften: diese wurden 1:1 belichtet, die Bilder schwarz-weiß montiert. So blieb uns wenigstens das ewige Korrekturlesen erspart! Bis zum wirklichen Desktop Publishing und Wysiwyg war bei Zeiss der Weg noch weit, wenn auch nicht unerreichbar.
Desktop Publishing (DTP)
© Rank Xerox
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Wolfgang und Waltraud Zeiler
Zeiss und Rank Xerox