Für heute auch unvorstellbar: Zu Beginn meiner DTP-Tätigkeit musste man entweder glauben, dass die Programme funktionieren – oder eben nicht! Seitens der herkömmlich arbeitenden Schar an Gestaltern, Textern, Setzern, Retuscheuren, Druckern ... gab es wenig Bereitschaft zum Dialog, waren doch deren Arbeitsplätze in Gefahr die neue Technik hat sich wie immer auch so durchgesetzt. Seitens dieser Leute war meist zu hören, dass der Computer gar nie die Präzision erreichen könne wie das über Jahrhunderte gewachsene Handwerk! Es gab also fast keine Literatur, die sich mit den neuen Programmen und Techniken auseinandersetzen wollte. Die herkömmliche "Fachwelt" war ja noch auf reichlicher Distanz zu den neuen "Möchtegern"-Publishern, sahen die doch durch diese Dilettanten ihre gesamte Zunft und ihre Arbeitsplätze gefährdet! Zudem war die Recherche nach dem wenigen Vorhandenen mangels Internet reichlich mühsam. Einige Techniken waren zudem noch nicht gefestigt, wie z. B. die Farbenlehre. Aber sie kamen dann doch: die Bücher über Typografie, Gestaltung, Farbenlehre, Bildgestaltung und -verarbeitung, Scannen, Farbkorrektur ... Auch die PC-Zeitschriften kamen (CHIP), danach auch DTP-Zeitschriften (Pablo, später MacUp und PublishingPraxis). Wenn man's kapieren wollte, musste man viel recherchieren und noch mehr lesen die Lichter gingen bei mir jahrelang erst nach Mitternacht aus! Es war eben in erster Linie ein Hobby. Nur eines musste man bereits können: gutes und verständliches Deutsch.
Desktop Publishing (DTP)
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