BERUFS WAHL
Berufswahl Anno 1957 hatte ich die Mittlere Reife in der Tasche – und die Suche nach dem Beruf stand an. Die Berufswahl war damals so eine Sache: Im Vergleich zu heute waren wir damals ziemlich alleine gelassen. Seitens der Schule gab es keine Hilfestellung für den Wechsel in den Beruf es war einfach nicht deren Aufgabe und Berufung. Diskussionen zuhause oder in der Schule waren Mangelware es gab allenfalls Statements, an denen zu rütteln war meist eine Todsünde. Also mussten wir uns selbst orientieren, ohne Schnupperlehre oder Berufsfindungstage ... Was mich betraf, konnte ich die Möglichkeiten wie folgt eingrenzen: Ich war nie ein Lerntyp, allenfalls ein Begreif-Typ. Was logisch war, passte auch in meinem Kopf. Zum damaligen Zeitpunkt war ich aber auch ein “praktischer” Typ, mit Sinn für das Handwerkliche. Alles, was mit Zahlen, Rechnen, Physik und Chemie zu tun hatte, flog mir zu. Gedichte, Wörter und Geschichtsfakten waren mir ein Gräuel, insbesondere wenn ich den Sinn nicht begriff, dies alles auswendig zu lernen. Fazit: Es musste also was technisches sein. Mangels Abitur kam damals ein Hochschulstudium nicht in Frage, das höchste war ein Ingenieurschulstudium. Davor musste man zuvor aber die Praxis üben. Entweder als 2-jähriges Praktikum, oder als 3-jährige Lehre. Ich zog Letzteres vor, so dass ich im Falle des Scheiterns des Studiums wenigstens schon einen Beruf gehabt hätte. Die vielfältigen Möglichkeiten von heute, später noch als Seiteneinsteiger ein Hochschulstudium zu absolvieren, waren äusserst schwierig, oder gar unmöglich. Berufsausübung Damals dauerte das Regelstudium für Ingenieure 6 Semester. Erst später kamen die 2 zusätzlichen Industriesemester hinzu. Das heisst: Wir hatten keine Möglichkeit, uns während des Studiums mit betrieblichen Gegebenheiten vertraut zu machen, was die spätere Berufsausübung erheblich erschwerte. Weder der Arbeitgeber noch der fertige Student hatten sichere Vorstellungen von einander! So landete ich in einer Konstruktionsabteilung von AEG-Telefunken. Mangels innerbetrieblicher Führung und Heranleitung an diese Tätigkeit und die Produkte hielt sich die Zufriedenheit in Grenzen. Die Firma hat sich weder um die Stärken der Mitarbeiter gekümmert, noch war es dem Mitarbeiter möglich, diese mit den Vorgesetzten heraus zu arbeiten. Führung und Motivation waren damals noch Fremdworte. Was ich besonders gut konnte und wo meine Stärken waren, das hat sich ab 1982 gezeigt (da bin ich selber drauf gekommen ...). Nach dem Wechsel zu Carl Zeiss hat sich diesbezüglich alles geändert. Die haben mich da eingesetzt, wo ich stark war, was letztlich auch der Firma genützt hat. Uns somit waren beide Seiten zufrieden!
Wie das bei mir in einzelnen alles von statten ging, findest du in den folgenden Rubriken:
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Wolfgang und Waltraud Zeiler